01.08.2011 | HHG 1 | 5,42 | Tag 942 |
02.08.2011 | Hildesheim Trail | 4,89 | Tag 943 |
03.08.2011 | Kurzstrecke | 3,35 | Tag 944 |
04.08.2011 | Ruhrradweg | 29 | Tag 945, Duisburg-Ruhrort-Mühlheim a.d. Ruhr |
05.08.2011 | Ruhrradweg | 38 | Tag 946, Kettwig-Hattingen |
06.08.2011 | Ruhrradweg | 29 | Tag 947, Hattingen-Wetter |
07.08.2011 | Ruhrradweg | 17 | Tag 948, Wetter-Schwerte |
In vier Tagen von Duisburg-Ruhrort bis Schwerte entlang dem Ruhrradweg… 111,4 k danach muss ich sagen, es war toll!
Donnerstag ging es 28,6 k von Duisburg-Ruhrort durch die Industrielandschaft bis nach Essen-Kettwick, Übernachtung bei einem Kanusportverein. Schlafstätte direkt über der Ruhr. Während es ganz gut bei uns lief, verlor unterwegs das Rad von Frank seine Achse und der Kiefer von GöGa seinen Halt. Aber alles wurde auch irgendwie wieder gut. Frank fuhr mit dem Rad von Marianne und GöGa in die Klinik und danach sah er aus wie frisch vom Filmset „Die Mumie III“ …wer den Schaden hat, braucht halt für den Spott nicht zu sorgen. Ist schon arg, wenn man Schmerzen hat, nix essen kann. Aber er hat’s weggesteckt wie ein Mann. Die Versorgungsstellen unterwegs waren 1a. Ich hab kein Gramm abgenommen. Ganz im Gegenteil.
Am nächsten Morgen dann die Königsstrecke, 37,4 k bis nach Hattingen, vorbei am Baldeneysee, den ich auf jeden Fall noch einmal zum Essen-Marathon einen Besuch abstatten werde, auch wenn es eine 2xHalbmarathon-Runde ist. Die Landschaft ist so schön und hat auch rein gar nix von Ruhrpott… Unterwegs wurden wir dann von Frank’s Kollegen angehalten. Ausweiskontrolle. Wo kommen sie her, wo wollen sie hin… Aber nett.
In Hattingen wurde auf einem Campingplatz direkt an der Ruhr übernachtet. Ich musste aber noch mein CroPoMobil aus Kettwick abholen und als ich zurückkam, meinte Frank. Pack deine Klamotten aus, wir bauen dein Zelt auf und währenddessen parkst du schon mal. Gesagt, getan. Aber die Zeltaufbauer hatten keinen Plan und dementsprechend war das Ergebnis. My little Dreamer entpuppte sich im ersten Moment zum Alptraum. Meinen Gesichtsausdruck hätte ich in dem Moment zu gern selbst gesehen… Haha…
Da brauchte ich erst mal eine Abkühlung und hüpfte – naja – in die Ruhr: das Gekreische hörte man bestimmt bis Kölle… Wenn ich was nicht leiden kann, dann ist das sumpfiges Gelände unter den Füssen. Der Abend wurde jedenfalls noch sehr schön und ich musste mich nicht platt wie eine Flunder in mein Zelt quetschen.
Am nächsten Tag in Wetter wurde selbiges schlechter, bislang waren wir von der Sonne beschienen. Zu uns gesellten sich Kornelia, die Eltern von Heike und Judith, die Schwester von Frank… Ein bisschen schwül war’s und ich glaub, abends muss ein Glas Rotwein schlecht gewesen sein. Mag sein, dass hier der Moment kam, wo wir uns über „Aloahee“ von Achim Reichel unterhalten haben und ich meinte, der Lied-Refrain ging: 8 Wochen auf’s Deck gespuckt.
In Wetter verpassten wir unseren letzten Versorgungspunkt. Es lief wohl grad so gut bei allen. Hinter uns lag eine Tagesetappe von 28,8 k und vor uns ein netter Grillabend. Wenn auch im Regen, aber der Kanuverein, bei dem wir zelteten, hatte eine überdachte Grillhütte, die uns den Abend rettete.
Vorher durften wir dann alle noch über den Gitterrost marschieren. Zur Dusche. Ich durfte mir auch noch von Petra 0,50€ in den Apperat werfen lassen. Das Gelächter darüber kann ich gut verstehen. Kam ich mir doch vor wie Mr. Bean, der unter der Dusche steht, sich eingeseift hat und feststellt. Nix geht mehr. Immerhin ging bei mir noch das kalte Wasser.
Die letzte Distanz ging dann bis Schwerte und war 16,6 k lang oder kurz, je nach Gefühl. Nach einer zünftigen Ruhr-Taufe ging’s wieder heimwärts, mit der Gewissheit. Diesen Weg an der Ruhr hab ich gern erobert!
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